AUGUST
Weltweit wird jetzt geworben
Arterns CDU lud mit Gudrun Holbe zum Unternehmerabend, um eine Erfolgsgeschichte zu präsentieren
Auch wenn viele Bürger es immer noch nicht so recht mitbekommen - es herrscht Wahlkampf. Eine, die unermüdlich unterwegs ist, um am 30. August erneut für die CDU in den Thüringer Landtag einzuziehen, ist Gudrun Holbe. Jüngst weilte sie in der "Kleinen Kneipe" in Artern mit Staatssekretär Christian Jukenack.
(von Renate Rusche)
ARTERN.
Eigentlich war das Thema des Abends, das sich mit der wirtschaftlichen Situation in der Region im allgemeinen und Artern im speziellen befassen sollte, gar nicht so uninteressant. Zudem hatte man sich mit Professor Christian Jukenack aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium einen kompetenten Staatssekretär eingeladen, der auch Fragen beantwortete. Dennoch blieben die CDU-Mitglieder fast völlig unter sich. Doch das gereichte den Anwesenden nicht zum Nachteil, konnten sie doch so alle ihre Fragen loswerden.
Christine Zimmer, die CDU-Bürgermeisterkandidatin für die Salinestadt, interessierte sich natürlich vor allem für die Vermarktung der Industriegroßfläche Artern/Ringleben, mit der sich die Arbeitskräftesituation in der Region auf einen Schlag verbessern könnte. Hier musste Jukenack zugeben, dass man mit "Thüringens Landesentwicklungsgesellschaft schon seit längerer Zeit mit dem Thema unterwegs ist." Leider nicht erfolgreich. Seit kurzem arbeite man deshalb auf Bundesebene gemeinsam daran, diese Großfläche weltweit zu vermarkten. Eine andere Frage, die sich mit der noch fehlenden Gleisanbindung für die Großfläche beschäftigte, beantwortete der Saatssekretär damit, dass die Arbeiten daran seit März 2009 von einem Büro vorbereitet werden. Die Gleisentwicklung selbst koste fünf Millionen Euro und könnte innerhalb von 17 Monaten Realität werden. Doch dieser Auftrag gehe erst raus, wenn wirklich ein Investor einen Vertrag zur Ansiedlung unterschrieben hat. Was die Branchen betrifft, die man als potentielle Investoren anspreche, gebe es keine Einschränkungen, so Jukenack. Das Straßennetz in der Region lobte Jukenack als hervorragend, so dass er auch für den Kaliabbau bei Roßleben guter Hoffnung sei.
In einer Bilanz zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region lobte der Staatsekretär die Landesregierung. Sie habe in den vergangenen 20 Jahren alles richtig gemacht. Allein im Kyffhäuserkreis wurden 188 Millionen Euro aus den verschiedensten Förderprogrammen in die Industrie- und Gewerbeansiedlung investiert und damit für 6,8 Milliarden Euro Investitionen durch Unternehmer gesichert. 6500 zusätzliche Arbeitsplätze habe dieses Engagement gebracht.
Was die Abwanderung junger Leute und vieler Arbeitskräfte sowie den demografischen Wandel betreffe, versuchte Jukenack, der aus Westfalen kommt,zu beruhigen. Mit dem Zechensterben im Ruhrpott habe es damals an den Rändern eine höhere Abwanderungsrate gegeben als heute im Kyffhäuserkreis. Sechs Millionen Menschen waren damals dort in Lohn und Brot zu bringen. Im Großen und Ganzen habe man das auch gemeistert. Jetzt exportiere man schon wieder all die gemeinsamen Erfahrungen in die Partnerregion von Thüringen nach Kleinpolen.

JUNI
Ausgang der Stadtratswahl war Hauptthema
Zur letzten Mitgliederversammlung der CDU Artern vor der Sommerpause konnte der Vorsitzende Jens Krautwurst insgesamt 35 Mitglieder und Gäste im „Ratskeller“ begrüßen. Hauptthema war der Ausgang der Stadtratswahl vom 7. Juni: Mit einem Stimmenanteil von 44 % konnte die CDU ihr bestes Ergebnis seit der Wende in Artern verbuchen. Auch die absolute Stimmenanzahl hat sich deutlich erhöht: Von 2529 Stimmen in 2004 auf 2886 Stimmen in 2009. Ebenfalls konnte die LINKE als stärkste politische Kraft im Arterner Stadtrat abgelöst werden. Im Hinblick auf die Bürgermeisterwahl im Herbst sagte Jens Krautwurst: „Dies war keine Vorentscheidung, aber ein Test. Und dieser ist gut verlaufen.“ „Wir haben eine gute Startposition für die Entscheidung am 27.September und wir werden um jede Stimme kämpfen, damit die neue Bürgermeisterin Christine Zimmer heißt“, so Krautwurst weiter. Weiterhin wurden die CDU-Ergebnisse der umliegenden Gemeinden ausgewertet. Besonders erfreulich: In den drei Gemeinden, in denen die CDU erstmals angetreten war (Heygendorf, Reinsdorf und Kalbsrieth) gelang auf Anhieb der Einzug in die Gemeinderäte. Auch die Kreistagswahl war für die CDU Artern ein Erfolg: Stellte man bisher zwei von 20 Kreistagsabgeordneten, sind es jetzt drei von 16. „Es ist gut, dass die Region Artern jetzt eine stärkere Stimme im Kreistag hat“, so der Vorsitzende. Auch wurden die ersten Vorbereitungen für das Sommerfest der CDU Artern am 8. August getroffen: Traditionell findet es wieder an der „Arterner Schleuse“ statt. Abschließend beschloss die Mitgliederversammlung noch zwei Neuaufnahmen: Stefanie Siebeck und Tom Krell aus Kalbsrieth.
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